Siegerehrung beim 2. UTR Turnier - von links: Eric Müsseler (ETUF Tennisbüro), Mateo Papic (Supervisor), Sabine Schmitz (ETUF Sportwartin), Niels Lootsma (Finalist), Karim Al-Amin (Sieger), Lara Stephan (Physio - Tochter unseres Damian Sorichta), Max Randerath (Organisatior) und unser Georgi (der die Plätze TOP in Schuss hielt)
Zwei tolle UTR Turniere im ETUF
Am Ende von zwei intensiven und arbeitsreichen Wochen war der rührige Turnierleiter Max Randerath und auch unsere Sportwartin Sabine hochzufrieden. "Ein hervorragendes spielerisches Niveau und eine tolle Stimmung innerhalb der Teilnehmer!" stellte Max am Ende fest.
Beim ersten dieser Turniere (14.-20.9) trugen sich Luisa Mayer auf der Heide (die für den TC Bredeney spielt und die im Finale Jade Groen aus den Niederlanden 2/6, 6:2, 6:3 schlug) und Stepan Baum dank seines glatten 6:2, 6:4 gegen Dominik Recek (in einem rein tschechischen Endspiel) in die Siegerliste ein.
Die Sieger des 2. UTR Turniers waren Natalia Siedliska vom BASF-TC Ludwigshafen (6:4, 6:2 gegen die Serbin Mirjana Jovanovic) sowie der junge für den Lembecker TV spielende Karim Al-Amin (D) in einem wahren Battle (7:5, 6:7, 6:2) gegen Niels Lootsma (NL).
Durchaus interessant sind die Hintergründe von UTR, das für "Universal Tennis Rating" steht. Dieses System, das unabhängig von Organisationen wie der ATP oder WTA besteht, bewertet die Spieler:innen nur anhand ihrer Match-Ergebnisse und nicht anhand der internationalen oder nationalen Ranglisten. Die Teilnehmer der UTR-Turniere werden auf den klassischen Weltranglisten so ab ca. Position 200 geführt. Gerade für aufstrebende Nachwuchssspieler, die noch keine nennenswerten Ranglistenplätze erspielt haben, ist das ein interessanter Modus. Außerdem ist das Preisgeld dieser Turniere vergleichsweise hoch. Im ETUF wurden pro Turnier beachtliche $ 40.000 unter den Teilnehmern verteilt. Die Gewinner:innen wurden mit $ 3.600 belohnt, die Finalisten: mit $ 2.075 und selbst den Spielerinnen bzw. Spielern in der 1. Runde waren $ 400 sicher. Bei der UTR handelt es sich letztlich um ein kommerzielles Unternehmen, das alle Rechte an den Turnieren hält und für die Preisgelder und sonstigen Kosten aufkommt. Dem stehen Einnahmen von Investoren, Sponsoren wie Dunlop sowie aus Medien- und Streaming-Rechten gegenüber. Ein Pfeiler der Finanzierung ist ein Vertrag mit dem Unternehmen "Sportradar", bei dem es sich um einen börsennotierten Anbieter von Sportdaten und entsprechenden Technologien handelt. Für diesen Konzern stellt allein schon die hohe Anzahl an Turnierspielen mit entsprechenden Daten einen beachtlichen Wert dar, denn Kunden dieses Unternehmens sind unter anderem auch ein Netzwerk von fast 1.000 Wettanbietern weltweit. Die Investoren in UTR kommen primär aus dem Sportbusiness. Unter anderem soll Larry Ellison, der Gründer von Oracle, dazu gehören, der im Tennis ohnehin stark engagiert ist. Für den ETUF Vorstand war allein wichtig, dass wir kein finanzielles Risiko tragen, sondern lediglich die Anlage und etwas Support vor Ort zur Verfügung stellen.
Wenn es einen Wehmutstropfen gab, dann nur den, dass die Turniere weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Das Niveau der Turniere, das durchaus auf dem der beiden 1. Tennisbundesligen lag, hatte wahrlich mehr Zuschauer verdient.
AH
Links im Bild: Jade Groen (NL) und rechts die Gewinnerin Luisa Meyer auf der Heide
Die Finalistinnen des 1. UTR Turniers im ETUF: Luisa Meyer auf der Heide und Jade Groen.
Finalist Dominik Recek (links) und Sieger Stepan Baum (rechts)
Die Finalisten des 1. Turniers: Die beiden Tschechen Stepan Baum und Dominik Recek
Die Finalistinnen des 2. UTR-Turniers bei uns: Natalia Siedliska (rechts) und Mirjana Jovanovic
Im Finale der Damen des 2. UTR Turniers standen: Natalia Siedliska (D) und Mirjana Jovanovic (Serbien)