Ruderwochenende in Prieros im Süden von Berlin
Bericht und Fotos von Lucia Westerhausen
Neben den Olympia-Kandidatinnen Kixmöller/Labisch (Anwärterinnen für LA 28; siehe Foto 1) waren noch 21 weitere ambitionierte Sportler und Sportlerinnen aufgebrochen, sich dem Wassersport hinzugeben: Prieros 2026. Das ist der bislang unentdeckte Geheimtipp engagiertester SportlerInnen und Sportler - sagen wir: Ü 50. Im Osten Deutschlands konnte intensivstes Rudertraining bei Temperaturen um 35 Grad und mehr absolviert werden. Herrlich! Ewig breite und nicht minder lange Seen luden, nein, nicht zum Verweilen, sie luden zu „Überwinde Deine Grenzen“ und zum „Genieße das zauberhafte Flimmern auf dem Wasser“ ein. Die engagierten Ruderinnen und Ruderer wurden auf dem See gegrillt, wie Fachleute einstimmig bestätigen können. Die Steuerleute gratiniert. Zielorientiert (siehe Foto 2) wurden Strategiepläne entwickelt, die auch dazu beitrugen, die Moral hoch zu halten - kein großes Problem für erfahrene Leute (Foto 3). Es wurden zwar auch die wunderbare Landschaft, die netten Kanäle, Vegetation und die scheinbar unendliche Weite der Seen (Foto 4) beim Training für Olympia zur Kenntnis genommen, aber natürlich ließen sich diese Profis (Foto 5) in keinerlei Hinsicht ablenken oder gar die Skulls los, um die täglichen round about 35 km (nachts gefühlten 45 km) an den ersten beiden Tagen zu absolvieren. Es mag verwundert haben, die Sportlerinnen und auch den ein oder anderen Sportler nach diesen langen Trainingseinheiten auch noch beim anschließenden Schwimmtraining beobachtet haben zu können (Foto 6). Aber: Wer kann , der kann. Unerschrockenheit, Mut und Unterwäsche machten auch diese Leistung möglich (kein Foto vorhanden). Erstaunliche Leistungen also zum Abschluss der intensiven Tage, die in Fischrestaurant und Biergarten ihren würdigen Abschluss fanden. Trotz aufkommendem „Küstennebel“ am späteren Abend (den es offensichtlich also auch in Binnengewässern gibt) und der tapfer „genommen“ wurde, wie er kam, wurde dann auch am dritten Tag -bei leichtem Nieselregen- ein ordentliches Abschlusstraining hingelegt. Wahrscheinlich gelang dies vor allem auch, weil einige der vollkommen unerschrockenen Etufler, tags zuvor ein Barbecue gezaubert haben. Und wahrscheinlich auch, weil Spreewalder-Gurken (für so einen Grillabend natürlich unabdingbar), der absolute Geheimtipp sind, die Leistung bei wirklich jedem Wetter abzurufen. Eine Teilnehmerin will beobachtet haben, wie es ein angebrochenes Glas besagter Geheimfrucht aus der Heimat des bekannten Ruderpioniers Helmut Gerds in das extra angemietete Stadtmobil zurück nach Essen und sogar bis in die Werkstatt dieses bekannten Rudersportlers und außergewöhnlichen Trainers geschafft hat. Interessierte können sicherlich in der Werkstatt nachfragen, ob ein Probierhäppchen (an Gurke oder im Boot) möglich ist.
Ein Wermutstropfen bleibt leider: Etliche sehr renommierte Talente der alteingesessenen Garde konnten diesmal nicht dabei sein. Die Gründe können an dieser Stelle nicht veröffentlicht werden, aber es besteht Gewissheit, dass Bedauern hierüber auf allen Seiten bestand. Und naja, an der ein oder anderen zähen Passage wurden sie auch durchaus aus sportlichen Gründen vermisst. Aber letztendlich hielten sich alle wacker! Niemand ging in die Knie (siehe Beweisfoto 7).
Hauptverantwortlich soll ein gewisser Markus Potthoff gewesen sein,, in dessen Händen Planung, Durchführung und Umsetzung lag und der offensichtlich dafür viel Talent und Durchhaltevermögen mitbringt.
Chapeau und Dankeschön an dieser Stelle.
Und Chapeau auch an alle Teilnehmenden, die immer fröhlich, offen, herzlich und einfach mit viel Freude durch dieses Wochenende manövriert sind. Rundum schöne Tage. Zu Meckern gabs nix. Also bitte demnächst mehr davon. Eine offene Riege - besucht uns gerne.