Rudern und Wein
Eine der beliebtesten Herbstregatten ist die Langstreckenregatta über vier Kilometer auf der Mosel in Bernkastel. Hier treffen sich Ruderinnen und Ruderer aus ganz Norddeutschland und von zahlreichen holländischen Vereinen. Bei der 75. Auflage am 26. September waren sechs Ruderinnen und Ruderer vom ETUF dabei. Jan Bernd Lenfers und Helmut Janus starteten in einem Männer-Achter der Altersgruppe F (Mindestdurchschnittsalter 60) zusammen mit Ruderern aus Witten, Bochum und Essen. Mit einer Zeit von 15:11 Minuten landete der Achter auf dem dritten Platz. Die Dauersieger der letzten Jahre aus Hamm, Osnabrück und Münster waren mit einem Vorsprung von 34 Sekunden nicht zu packen, aber immerhin war der Abstand gegenüber dem Vorjahr halbiert. Eine ebenfalls sehr starke Renngemeinschaft aus Benrath und vom RaB lag nur 7 Sekunden vor unserem Boot. Auch ohne Medaille konnten wir sehr zufrieden sein. Danach kamen die Gig-Doppelvierer-Rennen. Die Mannschaft spaltete sich auf in die Youngster der Altersklasse E (MDA 55) und die Oldies in Klasse H (MDA 70). In diesem Boot ruderten Jan Bernd und Helmut souverän zum Sieg und lagen mit einer Zeit von 17:34 Minuten ganze 47 Sekunden vor den Zweitplatzierten aus Nottingham und von der Saar. Am Steg angekommen übergaben sie das Boot an den Vierer der ETUF-Frauen in der Altersklasse F mit Martina Heßbrügge, Petra Lohstein, Angela Reckzeh und Britta Greve-Scheidt. Gegen starke Konkurrenz ruderten sie in 20:49 Minuten auf Platz fünf. Gesteuert wurden beide Vierer von Paul Klammer vom RV Bochum.
Die Regatta in Bernkastel ist nicht nur bekannt für hochklassige Rennen, sondern auch für Wein und Feiern. Alle Sieger erhalten neben einer Medaille eine Flasche Regattawein, ein feinherber Riesling, der auch in großen Mengen ausgeschenkt wird. Dazu gibt es für jede Siegermannschaft ein Foto mit den Weinköniginnen – pardon – den Weinhoheiten. So ist die Stimmung schon gut angeheizt, und es geht weiter mit der After Row Party im Festzelt. Dabei spielte die Band „The New Loud“ auf, die ihrem Namen alle Ehre macht und bis Mitternacht durchhielt. Die Achtermannschaft nutze den Ausflug an die Mosel noch zu einer Ausfahrt am Sonntag. Nach einem rundum gelungenen Wochenende ging es zurück nach Witten und Essen.