Die Fechtsaison für den ETUF so weit...Gute Ergebnisse und Pech
Wegen der Zeitnot in der Redaktion folgt nun ein kurzer Überblick über die ersten Wettkämpfe der Saison 2026/2027 unserer jungen Turnierfechter.
Elin: Unsere siegverwöhnte Jungfechterin Elin Lin holte Anfang Oktober in Moers den 3. Platz. Das ist ein starkes Ergebnis, vor allem weil sie nun in ihrem ersten U13-Jahr mit dem langen Florett antritt. Die wichtigste Erkenntnis: Sie bleibt an der Spitze und ficht um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft mit. Diese wird im U13-Bereich nämlich erstmals ausgetragen.
Franz: Auch Franz ist in den höheren Jahrgang aufgerückt. Außerdem ist er erheblich gewachsen, was das Fechten nicht unbedingt leichter macht. Ende September entschloss er sich mutig und, unterstützt vom Landestrainer, am U17-DFB-Turnier in Cottbus teilzunehmen. Franz ist Mitglied des Landeskaders Fechten NRW. Er qualifizierte sich auf Anhieb für die K.-o.-Runde, unterlag dort knapp und belegte schließlich den 91. Platz – für einen U15-Jungjahrgang ein beachtliches Ergebnis.
Beim anschließenden Turnier in Moers belegte Franz den 6. Platz und erreichte als Jungjahrgang das Finale.
Edgar: Einen Titel hat Edgar bereits sicher: Pechvogel der Fechtriege. Beim U20-DFB-Turnier in Jena startete er sehr erfolgreich in die Saison und qualifizierte sich für die K.-o.-Runde. Im 128er-K.-o. stürzte er auf der Bahn und verletzte sich schwerer am Knie. Die Folge: zwei Monate Pause. Wir hoffen auf seine Rückkehr im November.
Fritz: Fritz startete beim Hansepokal in Hamburg in die Saison, schied dort jedoch bereits im 16er-K.-o. aus. Es war offensichtlich, dass die Hamburger und ostdeutschen Vereine einen Monat Trainingsvorsprung hatten. Fritz bewegte sich eher wie ein Veteran der Altersklasse V70 als wie ein frischgebackener U17-Athlet.
Beim folgenden U20-Turnier in Jena konnte sich Fritz immerhin unter die besten 64 der „großen Jungs“ vorfechten. Damit durfte er zufrieden sein.
Bei der Reise nach Cottbus stellte sich dann der erste große Erfolg ein. Nach einer durchwachsenen Vorrunde kämpfte sich Fritz durch das 128er-, 64er- und 32er-K.-o. Im Achtelfinale verlor er, bereits etwas erschöpft und unter den sehr kritischen Augen des Landestrainers Matthias Block, gegen Müller aus Radebeul. Herr Block coachte ihn hier wie auch im weiteren Verlauf großartig. In den Hoffnungsläufen setzte sich Fritz anschließend mit zwei Siegen gegen die starken Fechter Villar und Helmig durch. Am Ende belegte er den 8. Platz und katapultierte sich damit auf Rang 6 der deutschen Rangliste.
Das folgende Turnier in Moers war ein Satz mit „x“ – nämlich nix. Fritz verlor frühzeitig gegen seinen zwar starken, aber jüngeren Moerser Kollegen David Hippler.
Als Nächstes stand für Fritz das erste EFC-Turnier der Saison in Warschau auf dem Programm. Als einer von nur zwei deutschen Fechtern kämpfte er sich in einem Feld von 138 U17-Athleten aus 17 Ländern bis auf Platz 15 vor. Damit ist er derzeit der bestplatzierte deutsche Fechter seiner Altersklasse in Europa. Das Gefecht um den Einzug ins Achtelfinale gegen einen älteren Polen ging leider etwas saft- und kraftlos verloren. Da ist noch mehr drin.
Das bislang letzte Turnier fand am Wochenende des 17. Oktober in Barleben bei Magdeburg statt: das zweite U20-DFB-Turnier der Saison. Aufgrund seines Ergebnisses in Jena war Fritz diesmal etwas besser gesetzt. Nach einer gelungenen Vorrunde und einem Freilos gewann er sein erstes K.-o.-Gefecht, schied dann jedoch im 32er-K.-o. aus. Der gute 30. Platz beschert ihm eine aussichtsreiche Platzierung in NRW; die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft ist ihm nun kaum noch zu nehmen.
Alles in allem verlief der Saisonauftakt also ereignisreich und durchaus erfolgreich, auch wenn die ganz großen Siege bislang ausgeblieben sind. Das liegt sicherlich auch daran, dass alle unsere Fechter in eine höhere Altersklasse aufgerückt sind – und dort weht bekanntlich ein rauerer Wind. Die Saisonziele sind unterschiedlich, doch eine oder vielleicht sogar zwei Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften sind für die meisten durchaus realistisch.