Neue Traglufthalle im ETUF

Die Tennisriege wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Wintersaison 2012/13 auf den Plätzen 2 und 3 der Tennisanlage eine neue Traglufthalle bauen und damit seine Tr…

Die Vorplanung für dieses Vorhaben begann bereits im Winter 2011, als klar wurde, dass der Wegfall der Schürmannstraße zu einem echten Engpass an Hallenkapazitäten im Essener Süden geführt hat. Im Gespräch legen die verantwortlichen die Details dieser wichtigen Investition dar: Patrick Honneth, Cheftrainer der U12, erläutert: „Wir standen vor dem Problem, dass allein das Trainerteam in meinem Bereich für ungefähr 60 Stunden in der Woche Hallenzeiten braucht. In unserer jetzigen 3-Feld-Halle war seit Jahren nichts mehr zu machen. Diese in anderen Hallen zu buchen, war schon im letzten Winter nicht einfach und abgesehen davon mit einem erheblich höheren Zeitaufwand für die Eltern der Kids verbunden. Die längeren Fahrten nach Kray, Kupferdreh, Bergeborbeck stellen teilweise eine solche Hürde dar, so dass Kids vom Wintertraining abgemeldet wurden. Letztlich war damit das so positiv aufgenommene neue Jugendkonzept der Tennisriege in Gefahr, denn eine Ganzjahresbetreuung ist Voraussetzung für ein gute sportliche Entwicklung unserer Jüngsten.“ Der Vorstand hat sich daraufhin an die Arbeit gemacht. Schnell wurde klar, dass es neben dem Training genug Interesse von Mitgliedern und Mannschaften gibt, um eine weitere 2-Feld-Halle im ETUF zu errichten. „Angesichts der Kosten, aber auch im Hinblick darauf, unsere herrliche Anlage in keinem Fall durch weitere feste Bauten zu verändern, war schnell klar, dass nur eine Traglufthalle in Betracht kommt.“ stellt Andreas Huber, 1. Vorsitzender, klar. Interessant ist diese Alternative auch deshalb, weil es etliche Spieler gibt, die aufgrund von Rücken- oder Gelenkproblemen nicht auf Teppich spielen sollen. „In Zukunft können diese Spieler auch im Winter Tennis spielen - auf Asche!“ Unter der Leitung des Hauswartes Norbert Pabst hat man sich dann verschiedene Hallen und die dahinterstehenden Firmen angesehen. „Natürlich ist eine so schöne Halle wie unsere feste 3-Platz Halle in punkto Komfort nicht zu überbieten. Die heutigen Traglufthallen lassen sich aber in keiner Weise mehr mit denen vergleichen, die wir alle aus den 70er und 80er Jahren kennen. Es sind hochmoderne, helle, robuste Hallen. Die Lärmbelästigung durch die Gebläseheizung, das Schallproblem und zahlreiche andere Defizite sind heute kein Thema mehr.“ stellt Norbert Pabst klar. „Sie sind schnelle auf- und abgebaut, die Heizkosten sind minimiert - es sind durchaus Alternativen zu festen Hallen, die aber viel teurer und eben nicht abbaubar sind.“ Ein Knackpunkt waren dann wirtschaftliche Punkte, also die Finanzierung und der Betrieb der TLH, außerdem die Übernahme der Risiken. Beim Thema Finanzierung war klar, dass der Hauptklub und die Tennisriege selbst als Investor ausfallen. „Eigenmittel in solchen Dimensionen sind natürlich nicht vorhanden. Eine Umlage zu erheben, das haben wir schnell verworfen: Anders als bei Investitionen z. B. in ein Clubhaus oder Außenplätze, die von allen Mitgliedern genutzt werden, wird eine Tennishalle ja nur von Abonnenten und damit wenigen Mitgliedern genutzt. Dann ist es nicht fair, dass sie von allen finanziert werden.“ stellt Schatzmeister Lutz von Widdern klar. Andreas Huber ergänzt hier: „Finanziert wird die Halle letztlich durch überaus faire Darlehn einzelner Mitglieder, die nicht genannt werden wollen und die darüber hinaus die Tennisriege sehr großzügig von Risiken freistellen. Ganz klar war von Anfang an, dass die beiden Hallen im ETUF keinesfalls im Wettbewerb stehen. Auch deshalb wird das Sekretariat des ETUF eV die Verwaltung der TLH übernehmen. Wir sind durch etliche Anfragen sicher, dass beide Hallen gut ausgelastet werden können und bitten die Mitglieder, kräftig von diesem Angebot Gebrauch zu machen.“ Allerdings stellt er auch klar, dass die endgültige Entscheidung für die neue Halle noch nicht gefallen ist. „Wir sind zwar mit allen denkbaren Details durch, aber die letzte Entscheidung fällt der Vorstand des ETUF eV, von dem wir aber so viel wohlwollenden Rückenwind bekommen haben, dass ich von dieser Zustimmung ausgehe.“ Für die (noch nicht verbindliche) Reservierung von Hallenstunden ist das Sekretariat des ETUF eV (Tel. 444144) zuständig. Zuletzt stellt der Vorstand der Riege klar: „Vorrang bei der Buchung hat in jedem Fall die Jugend und damit ihre ETUF-Trainer !“ Das Schlusswort gehört Patrick Honneth: „Ich bin im Namen der Tennis-Kids allen Beteiligten echt dankbar dafür, dass das jetzt klappt. Jetzt wird die schöne Entwicklung im Kindertennis im ETUF sich noch besser fortsetzen lassen.“