Überraschungserfolg in Hamburg

ETUF-Frauenteam erreicht beim Helga-Cup als Newcomer Platz 5

Sternförmig bewegten sich am 8. Juni zwei hochmotivierte ETUF-Frauenmannschaften auf Hamburg zu.

Dort fand am Wochenende der Helga-Cup statt, die größte Frauenregatta der Welt. Organisiert wird dieses Mega-Event auf der Außenalster vom Norddeutschen Regatta-Verein (NRV). Jede Frau soll hier mitsegeln dürfen, egal welchen Alters, Könnens oder anderer Besonderheiten. So gab es Teams mit blinden, gehörlosen oder anderweitig außergewöhnlichen Frauen.

Gemeldet waren 50 Crews mit insgesamt ca. 200 Seglerinnen aus neun Nationen, darunter die Teams Bertha und Disco mit enthusiastischen Seglerinnen des ETUF
Die Boote der Bootsklasse J/70 und RS21 wurden von den Werften Mittelmann und Ziegelmayer gestellt. Das Wettfahrt-Verfahren ist an das der Segel-Bundesliga angelehnt. Jede Crew startet am Wochenende acht Mal und soll dabei gegen möglichst viele andere Crews in einem ausgeklügelten System antreten. Das Finale bestreiten die besten 10 Teams.

Der ETUF entsandte zu diesem inspirierenden Regatta-Happening im Team Disco Line Hamann (20), Jill Paland (22), Anna Nodop (23) und Isabel Mathea (20). Für Team Bertha starteten Melina Dinter, Luisa Vogt, Lara Daub und Helen Stricker im Alter von 25 bis 27 Jahren. Das Motto der Disco-Girls lautete: »Wie fühlst du dich? - Ich fühl mich Disco!« Und klang die Alster rauf und runter. Unter perfekten Wetterbedingungen segelten sich die vier 20- bis 23-Jährigen damit auf einen vollkommen überraschenden fünften Platz im Gesamtklassement. Am ersten Abend konnten sie sogar an der Tabellenspitze übernachten. Tag 2 und 3 festigte den vorderen Rang, sodass die Frauen die Qualifikation mit dem 5. Platz abschlossen und ins Finale kamen. Die  konstante Leistung der Seglerinnen bestätigte sich mit dem abermals 5. Platz im Finale.

Die Seglerinnen lobten insbesondere die Harmonie in beiden Teams. Auf dem Wasser Konkurentinnen, an Land beste Kumpels galt über alle Teams hinweg und sorgte sowohl für spannende Rennen als auch für ausgelassenen Spaß bei der abendlichen Party oder dem gemütlichen Zusammensitzen und Netzwerken. Für beide Teams steht fest: »Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!«

Der ETUF setzt seit Anfang des Jahres auf das zukunftsträchtige Konzept, die vereinseigenen jungen Erwachsenen ausdrücklich zu fördern. Dafür wurden Boote angeschafft, Mannschaften zusammengestellt und die Teilnahme an Trainings organisiert.

AM
Bilder: Lars Wehrmann; ETUF