Brouwersdam 2007

Die Segelfreizeit in Brouwersdam in den Niederlanden war auch dieses Jahr wieder ein „voller Erfolg“.

30 Boote stellte der ETUF zur Verfügung, um der Jugend beste Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Bei teilweise 5-7 Windstärken, sonnigem und trockenem Wetter, wurde der Jugend und dem Material alles abverlangt. Die Optikinder kamen so manches mal völlig erschöpft und teilweise auch frühzeitig wieder zurück in den Hafen; die 420er Jugend indes gab so leicht nicht auf und ließ sich nur durch Materialermüdung bremsen. So wurden einige der 420er Jugend durch gerissene Segel oder gebrochene Schwerter zur Unterbrechung des Trainings gezwungen.

Die zahlreich mitgereisten Eltern standen der Jugend mit Rat und Tat und viel (Segel-) Erfahrung zur Seite. Kleinere Ungereimtheiten wurden sofort und mit viel Erfindergeist behoben: so wurde, zum Beispiel, eine ausgerauschte Großfall kurzerhand wieder in den Mast eingefädelt, indem man diesen an die Hauswand lehnte, der Jugendwart persönlich in schwindelnde Höhen auf das Dach des Hauses stieg, um von dort aus das Fall in den Mast einzulassen…Problem behoben!

Doch waren solcherart Komplikationen behoben, konnten sich die Eltern auch bei verschiedenen Aktivitäten erholen, wobei natürlich auch hier meist gesegelt wurde - stets sehr sportlich und ehrgeizig. So konnte auch nicht immer verhindert werden, dass kreuzende Surfer merken mussten, wie unglaublich schnell ein Katamaran bei 5-6 Windstärken werden kann. So kann es passieren, dass ein Surfer auch mal an einer Kufe des besagten Katamarans hängen bleibt und sich plötzlich, im Wasser liegend neben seinem Surfbrett wieder findet.

Andere haben eine Wassersportpause eingelegt und sich die Zeit mit Spaziergängen oder Radtouren vertrieben. Letzteres ging nicht immer ohne Zwischenfälle vonstatten. So war manch ein ausgeliehener Drahtesel nicht immer in dem technisch einwandfreien Zustand, in dem er zu sein schien. Zwei geplatzte Reifen, mitten auf dem Deich, zwangen einen Vater über Handy Hilfe anzufordern. Die in solchen Angelegenheiten geübte Elternschaft organisierte eine perfekte Rettungsaktion, trotz unerwarteter Hindernisse wie dem Deichhirten und seinen Schafen.

Trotz aller Widrigkeiten konnte der Vater „gerettet“ werden und wurde vor Ort noch mit Zitronenbonbons aufgepäppelt.

Eine Bootstaufe gab es zudem noch zu feiern.

So wurde der Optimist von Susanne Struth, der zurzeit einzigen A-Klasse Seglerin im Opti, auf den Namen "Aber Hallo" getauft.

Am Abend schließlich, saß man müde aber glücklich zusammen, ließ die Ereignisse der vergangenen Tage Revue passieren und resümierte, dass die Segelfreizeit Brouwersdam 2007 trotz der (zumeist amüsanten) Zwischenfälle erfolgreich verlief und deshalb im nächsten Jahr wieder zur Vorbereitung der Jugend auf die Segelsaison stattfinden wird.