27.07.2008 - Die Ruhr flußaufwärts
Am Samstag und Sonntag setzten Gerd Höckmann, Markus Potthoff und Norbert Redeker ihr Vorhaben fort, die 143 km vom ETUF bis Schwerte und zurück zu rudern (also auch bergauf). Im Juni 2007 wurde bereits die Strecke vom ETUF bis zur Schleuse Blankenstein bewältigt. Damals war die Strömung so stark, daß das ganze Vorhaben sehr grenzlastig wurde - diesmal zeigte sich die Ruhr mehr von ihrer ruhigen Seite. Am Samstag um 09.00 Uhr fuhren die 3 Ruderer mit dem Bootswagen und dem bewährten "Adju" zum Ruderverein Witten. Von hier ging es zunächst bei Temperaturen bis 30° C flußabwärts zur Schleusse Herbede. Die Bootsgasse war außer Betrieb, das Boot wurde deshalb hier umgetragen. Schnell war der Harkortsee erreicht und durchrudert. Die Bootsgasse am Ende des Sees war in Betrieb, deshalb konnte diesmal getreidelt werden. Wenige Minuten später wurde dann der Ruderclub Blankenstein erreicht. Hier gab es gut gekühltes Bier und Gerd bereitete seinen Mitreisenden ein vorzügliches Risotto (lecker). Die Rückreise verlief zunächst unspektakulär. Später zog ein Gewitter auf und es gelang gerade noch trockenen Fußes das Ausflugslokal an der Schleusse Herbede zu erreichen. Nach dem Schauer war der Ruderclub Witten schnell erreicht. Hier konnte das Boot gerade noch rechtzeitig an Land gebracht werden, bevor ein Starkregen einsetzte, der in seinem späteren Verlauf zahlreiche Keller in der Region unter Wasser setzte. Am Sonntag ging es bei strahlendem Sonnenschein flußaufwärts vom Ruderclub Witten, vorbei an Wetter, bis zum Wasserkraftwerk Harkort. Lediglich zwei Stromschnellen mussten überwunden werden. Die von Gerd gefürchteten Untiefen an der "Gelben Mauer" erwiesen sich aufgrund der Regenfälle der vergangenen Nacht als harmlos. Markus umschiffte mit der Fußsteuerung souverän alle Hindernisse - zahlreiche Kanubesatzungen absolvierten ihre erste Fahrt auf der Ruhr. Bereits nach gut einer Stunde war das Ziel erreicht. Hier bereitete Gerd auf der Kaimauer wieder ein vorzügliches Mittagsmahl (Spinatvariationen) und es war genug Zeit für nette Plaudereien mit Kanufamilien. Die Rückfahrt zum RC Witten gelang ohne jede Anstrengung in der halben Zeit. Wer Gerd kennt weiß, daß die letzte Etappe bis Schwerte bereits in der Planung ist. Weitere Abenteurer sind stets willkommen.