Frauenpower auf dem Ergometer
Schon zum 30. Mal fand am 1. Februar der Indoor-Cup in Kettwig statt. Neu war dieses Mal, dass der Nordrhein-Westfälische Ruderverband mit der holländischen Firma RPR3 einen neuen Ausrüster für die Ergometer ausgewählt hatte. Auf diesen Geräten führt inzwischen auch die deutsche Nationalmannschaft ihre Tests durch. Dagegen wurde am selben Tag in Ilvesheim am Neckar die Deutsche Ergometer-Meisterschaft auf den bisher eingesetzten Concept2-Geräten durchgeführt. Aber auch ohne deutsche Meister-Titel wurde in Kettwig hervorragender Sport geboten, wobei die Ruderinnen des ETUF ordentlich mitgemischt haben. Wieder einmal war es Beta van Emmerich, die sich bei den 15/16jährigen B-Juniorinnen mit einer hervorragenden Zeit von 5:14,25 Minuten über 1500 Meter mit deutlichem Abstand gegen fünfzehn Gegnerinnen an die Spitze setzen konnte. Einen weiteren ersten Platz gab es für Sana Kurz bei den Masters-Ruderinnen in der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36). Marie Arend, die ihre erste Saison für den ETUF startet, kam in der offenen Frauenklasse auf Platz fünf, wobei sie mit der Erstplatzierten Alexandra Föster auf die derzeit stärkste deutsche Ruderin und Olympia-Teilnehmerin traf. Len Peris-Beier und Max Zimmer kamen bei den stark besetzten Feldern der schweren und leichten B-Junioren auf einen 16. bzw. 14. Platz.
Auch die Breitensportlerinnen konnten wie im vergangenen Jahr bei der Womens‘ Rowing Challenge sich über beachtliche Erfolge auf den Ergometern freuen. Hier blieb es bei den bekannten Concept2-Geräten. Es ging weniger um die Einzelleistung als um das Abschneiden des gesamten Teams. Mit 44 teilnehmenden Ruderinnen und 482 geruderten Kilometern landete die Ruderriege ETUF auf einem hervorragenden 39. Platz von 215 teilnehmenden Vereinen. Gegenüber dem vergangenen Jahr waren es fünf Ruderinnen mehr. Besonders stark war wieder die Altersklasse Ü60, die mit 14 Ruderinnen und 177 geruderten Kilometern Platz 15 von 163 erreichte. Ein besonderer Dank geht an Britta Greve-Scheidt, die als Team-Managerin so erfolgreich die Werbetrommel gerührt hat und an Eberhard Wühle, der wieder das Training organisiert hat.