Mit der weissen Flotte nach Mülheim

Am 10. August trafen sich 23 gut gelaunte Mitglieder aus verschiedenen Riegen des ETUF am Anleger Hügel der Weißen Flotte Baldeneysee, um das schöne Ruhrtal einmal aus einer anderen Perspektive, nämlich vom Boot aus, kennenzulernen.
Pünktlich um 12:00 Uhr erschien die MS Heisingen und nahm uns an Bord. Schon nach kurzer Zeit erfolgte die spannende Einfahrt in die Schleuse Baldeney, für den Kapitän eine Aufgabe, die höchste Konzentration und Präzision erfordert, ist doch die Schleusenkammer nur 2 Meter länger und 1 Meter breiter als das Schiff. Nach gelungenem Manöver erfolgte kurz danach die „Fahrt“ nach unten. Ganze 9 Meter sinkt das Schiff nach unten, um nach dem Öffnen des Schleusentors auf dem Niveau der Ruhr die Fahrt in Richtung Kettwig fortzusetzen. Viele Teilnehmer, die die Ruhr bisher nur von Sparziergängen oder Radtouren kannten, lernten unsere schöne Umgebung nun mit ganz neuen Eindrücken kennen.
Wir waren überrascht, wie anders, aber auch schöner und interessanter diese unsere Heimat aussehen kann. Viele Gebäude und auch die große Autobahnbrücke über die Ruhr erscheinen in ganz anderer Sicht, als wir es von Land aus gewohnt sind. Viel zu schnell erreichten wir den nächsten Halt mit der Einfahrt in die Schleuse Kettwig.
Die Kammer hat fast die gleichen Abmessungen; der Schleusenhub ist allerdings kleiner als bei der Schleuse Baldeney. Nach zügigem Ausschleusen ging die Fahrt weiter Richtung Mülheim Wasserbahnhof. Auch auf diesem Abschnitt der Fahrt gab es interessante Ausblicke, ist doch hier das Ruhrufer dichter mit schönen und attraktiven Häusern und Gebäuden bebaut.
Trotz schlechter Vorhersage war das Wetter so gut und trocken, dass wir überwiegend auf dem Oberdeck im Freien sitzen konnten. Doch dann wurde es kurz vorm Wendepunkt plötzlich dunkel, und ein kräftiger Schauer ging auf uns nieder. Pünktlich vor Erreichen des ‚Wasserbahnhof Mülheim‘ war es allerdings wieder trocken und sonnig. Nach gekonnter Rückwärtsfahrt legte der Kapitän am Pier des ‚Wasserbahnhofs‘ an, und wir erhielten 45 Minuten Landgang, die ganz unterschiedlich genutzt wurden. Ein kleiner Sparziergang, aber auch Eis essen und Kaffee und Kuchen waren gefragt. Wer glaubte, sich nunmehr im Ruhrtal auszukennen, musste feststellen, dass er eine wiederum total andere Sicht auf die schöne Gegend bei der Fahrt von der anderen Seite erfahren konnte.
Pünktlich um 17:15 Uhr legten wir wieder an unserem schönen ETUF in Hügel an. Alle Teilnehmer waren sehr angetan, wenn auch zum Teil leicht ermüdet, von und nach einer schönen und interessanten Bootsfahrt auf der Ruhr.