Ausflug nach Papenburg zur Meyer Werft
Pünktlich um 7:00 Uhr traf sich eine noch etwas müde, aber frohgelaunte Gruppe von fast 40 Mitgliedern auf dem ETUF Parkplatz, um mit einem Bus der Firma Höfer die Fahrt nach Papenburg anzutreten.

Nach 3 stündiger Fahrt brachte uns eine sehr umsichtig und ruhig agierende Fahrerin sicher und pünktlich zur Meyer Werft, bekannt durch den Bau großer und bemerkenswerter Kreuzfahrtschiffe für diverse Reedereien. Nach dem Einchecken und der Begrüßung durch unsere Führerin folgte eine interessante und umfassende Einführung in die Geschichte und die wirtschaftliche Bedeutung der Werft für Papenburg und Umgebung. Nach wie vor in Familienbesitz prägt das Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern die ganze Gegend bis zur Küste. Parallel können jeweils 2 Schiffe gebaut werden; eines in der Aufbauphase bis zum Ausbau und der Auslieferung, ein zweites jeweils in der Vorfertigung von Segmenten und Einzelteilen. In der größten Montagehalle Europas sahen wir ein ca. 300 Meter langes und 40 Meter breites Schiff, bestimmt für China und in der Endstufe des Innenausbaus. Unter anderem wurden die außerhalb gefertigten Kabinen durch seitliche Öffnungen in das Schiff eingebracht und an die vorgesehene Stelle gefahren, um in der unglaublichen Zeit von ca. 1 Stunde kompl. angeschlossen, verdrahtet und verrohrt zu werden. Wir erfuhren, dass zu dieser Zeit ungefähr 300 Personen innerhalb des Schiffes arbeiteten, ohne dass wir auch nur einen von ihnen gesehen haben. Abschließend zeigte man uns die unterschiedlichen Einrichtungen wie Kabinen, Bäder, Balkone und Baupläne der verschieden Reedereien, für die Meyer Schiffe baut. Wieder draußen, konnte man bereits das kompl. aufgebaute und zum Innenausbau vorbereitete Mittelteil des nächsten Schiffes, vertäut und eingerüstet im Hafenbecken vor der Montagehalle bewundern, ca. 200 m lang und mehr als 70 m hoch. Sowie das Schiff für China die Halle verlässt und auf den Weg zur Nordsee geht, wird dieses Mittelteil in die Halle eingeschwommen und mit dem vorgefertigten Bug- und Heckteil verschweißt.

Gegen Mittag verließen wir das Werksgelände und fuhren in die Gastronomie des örtlichen Golfclub, wo wir ein ausgezeichnetes Mittagessen serviert bekamen. Wieder erholt und gestärkt, unternahmen wir einen Spaziergang durch die schöne Stadt Papenburg, und traten nach Eis und/oder Kaffee die Rückreise an. Gegen 20:00 hatte uns der ETUF zurück; alle waren begeistert und werden noch lange an diesen schönen Tag zurückdenken.