Kantersieg der 1. Damen gegen RTHC

Die Damen gaben heute auf dem Platz die sportliche Antwort auf die 0 Punkte vom grünen Tisch und fertigten Leverkusen mit 8:1 (3:1) ab.

Beinahe hätte das Spiel mit einem Rekord begonnen: Leverkusen hat Anschlag, Dinah Grothe erobert den Ball und setzt ihren Schuss nach 20 Sekunden an die Latte. Quasi im Gegenzug wird Lina Treuer an der Schnittstelle auf der linken Verteidigungsseite gut bedient und erzielt den Führungstreffer.
Es dauerte 10 Minuten, bis ETUF wieder so richtig ins Spiel fand, dann aber ein mustergültiger Konter von Nargiza Dorani über Birthe Hülser zu Dinah Grothe, die per Argentinischer ausglich. In der 15. Minute schlug Dinah dann wieder zu, als sie eine der vier Strafecken für den ETUF direkt verwandelte. Trotz der Führung gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. 7 Minuten vor der Pausenpfiff konnte Linda Sehlbach in der eigenen Hälfte den Ball erobern, bedient Dinah, die über die rechte Seite in den RTHC-Schusskreis eindringt, Pass auf Barbara Hopmann und Tor zum 3:1.
Nach dem Wiederanpfiff das es kurze Zeit so aus, als ob RTHC das Spiel noch einmal drehen wollte, aber es dauerte nur 5 Minuten. Dann gab es eine Strafecke für den ETUF, die Dinah, die Ecke auch selbst erarbeitet hatte, wieder direkt zum 4:1 verwandelte. Danach war der Widerstand seitens RTHC gebrochen, die bis zum Abpfiff nur noch zwei Mal in den Essener Schusskreis kamen. Und wieder war es Dinah, die den munteren Torreigen eröffnete, als sie in der 54. Minute erfolgreich den Ball eroberte, zwei RTHC-Spielerinnen umkurvte (O-Ton sachverständiges Publikum: „Die ist ja mit Ball schneller als die anderen ohne!“) und zum 5:1 einschoss.
Die Gründe für die Essener Überlegenheit wurden dann 10 Minuten später demonstriert: Alessa Leibold erobert den Ball im Mittelfeld, Pass zu Barbara, wieder zurück auf Alessa, die auf Dinah, Hundekurve und Flanke von rechts, und unser australischer Neuzugang, Hannah Raftery blockt zum 6:1 und gleichzeitig ihrem ersten Tor für den ETUF.
Aber die Damen waren immer noch nicht fertig. Ausgangspunkt für das 7:1 war Birthe Hülser, Doppelpass mit Elisa Schuhmann, Pass auf Dinah, Ball auf´s Tor, die Leverkusener Torfrau kann nicht sauber klären und Barbara Hopmann staubt ab. Den Schlusspunkt setzte dann Alessa Leibold, als sie ihre kämpferische Leistung 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 8:1 belohnte.
Eine gute Nachricht gab es dann noch nach dem Abpfiff. Da saßen zwei beim Kaffee zusammen und ratschten über den Punktverlust der 1. Damen am grünen Tisch. Beide würden ja gerne, aber sind auch häufig im Ausland. Aber statt wie häufig dies mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, gab es jetzt eine positive Reaktion: Teun Hermans und Dietz Blank, die beiden Kaffeetrinker, kamen zu dem Schluss, dass sie zwar nicht jeder alleine, aber beide zusammen die Damen betreuen können. Großes Tennis! Die Damen begrüßten das Angebot jedenfalls mit standing ovations.
Nächstes Wochenende geht es nach Hamburg. Trotz der 0:6 Tore vom grünen Tisch haben die Damen Großflottbek im Torverhältnis schon wieder überholt, die in Braunschweig auch nur Unentschieden gespielt haben. Noch ist der Kampf um den Aufstieg noch nicht entschieden und die Damen haben heute gezeigt, dass sie diesen Kampf auch noch lange nicht aufgegeben haben!