Alla Lücker ist tot.

Das Urgestein des ETUF hat leider sein geliebtes Hockey-Team verlassen. Im Alter von 77 Jahren verstarb gestern unser Ehrenvorsitzender Alfred Lücker.

Bei drei olympischen Spielen war er dabei und hütete das Hockey-Tor für Deutschland. 1952 in Helsinki, 1956 im australischen Melbourne, wo er mit seiner Mannschaft Bronze holte und 1960 in Rom. Der Hockeysport hat Alla, wie er von seinen Freunden liebevoll gerufen wurde, viel gegeben. Aber viel mehr noch gab er ihm zurück. Von der Wiedergeburt des Hockeys an, war Alfred Lücker nach dem Kriege in Essen sofort mit dabei, den Hockeysport aufzurichten und aufzubauen und hat über viele Jahrzehnte den ETUF entscheidend mitgeprägt, der über 60 Jahre seine sportliche Heimat war. Zunächst als Jugendspieler, dann als wichtiger Rückhalt der 1. Herren und nach seiner aktiven Zeit bei den „alten Herren“. Wo er - ein Zeichen seiner sportlichen Omnipotenz - die Torwart-Handschuhe an den Nagel hängte, die Position des Mittelstürmers einnahm und lange, lange Jahre noch bei jedem 5-Städteturnier seiner Mannschaft mitwirkte. Das Brett, wie der Hockeyspieler sein Sportgerät liebevoll nennt, hat Alfred Lücker zu guter Letzt noch gegen den Golfschläger eingetauscht. Er liebte die Runde im Kreise seiner Sportkameraden auf der wunderschönen Golfanlage des ETUF, war aber weiterhin, eine Selbstverständlichkeit für ihn, aktives Mitglied der Hockeyriege. Von 1980 bis 1985 war Alfred Lücker erster Vorsitzender der ETUF Hockeyriege und maßgeblich für den Richtungswechsel - hin zum Leistungssport ­im Jugend- und Erwachsenenbereich- verantwortlich. Der sportliche Aufstieg der ETUF Hockeyherren in die 2. Bundesliga war die logische Konsequenz. Mit Alla Lücker verliert der ETUF eine große Persönlichkeit, die eine schwer zu schließende Lücke hinterlässt. Seinem Verein war er immer treu ergeben. Er war neben seiner Familie, sein Lebensmittelpunkt. Kaum ein Spiel der ersten Damen und ersten Herren, das er nicht als mitfiebernder Zuschauer und kompetenter Beobachter bis zuletzt begleitete. Und kaum eine Jahresversammlung, bei der nicht sein gewichtiges Wort anerkennendes Gehör fand. Der ETUF trauert um einen Großen, nicht nur des Hockeysports. Mitten drin mit Herzblut dabei, wenn es darum ging, ein funktionierendes und aktives Vereinsleben zu gestalten und mit einem großen Herz, insbesondere für die Hockey-Jugend. Wir sind in dieser schweren Stunde in Gedanken bei seiner Frau und seinen fünf Kindern. Alla, Du wirst uns sehr, sehr fehlen.