Senioren besuchen eine Werkzeugfabrik in Bielefeld

DMG (Deckel - Mori - Gildemeister)

Fahrt ihr auch mit?“ - „Wohin?“ - „Zu dieser Werkzeugfabrik Gildemeister in Bielefeld?“

„Weil die da Zangen und Bohrer herstellen, sollen wir bis nach Bielefeld fahren?“

„Nein, nein, so einfach ist das nicht. Das muss schon sehr bedeutend sein. Dr. Jürgen Harnisch hat das vermittelt, der ist dort im Aufsichtsrat!“

„…..Ja, dann muss es was sein!“

Also ab zu Gildemeister. Nie werden sie diesen Tag vergessen!

Geschäftsführer Dr. Rüdiger Kabitza führte mit Assistent Dr. Harald Neun in das Werk ein.

1870 gründete der Schlossermeister Gildemeister die Werkzeugmaschinenfabrik, die sich seit 1910 auf „Trommelrevolver-Drehmaschinen. Mehrspindel-Drehautomaten. Langfräsmaschinen. Vertikal- und Horizontalfräsmaschinen“ spezialisierte. Aber was sagte das den technischen Outsidern? - Allerdings: Sie staunten über das vor allem nach dem 2. Weltkrieg sich in rasanter Schnelle ausbreitende Werk. 1990 kam die neue Produktionshalle von Deckel - Maho aus Geretsried dazu. 2009 erfolgte die Kooperation mit Japanern: Mori Seiki. - Daher also der Name: Deckel - Mori - Gildemeister - kurz: DMG.

Das Unternehmen wuchs weltweit, braucht 42 Sprachen, denn es fertigt an 10 Standorten Werkzeugmaschinen und ist mit 76 Servicestationen in 53 Ländern präsent. Die Firma beschäftigt über 6000 Menschen und hatte 2011 einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro, von denen 75 % auf den Service entfallen.

Die Besucher bewunderten das Unternehmen immer mehr! Doch jetzt folgte erst der Gipfel: die Werksbesichtigung. Hier werden „Moderne Zeiten“ gestaltet, aber nicht wie in Chaplins Film, wo der Mensch ein Opfer der Maschinen wurde. Nein, hier wird mit großem Optimismus Zukunft gestaltet: der Mensch beherrscht die Maschinen.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus: Schnelligkeit und Exaktheit bei der Produktion, Präzision bei der Organisation! - Geräte vom Kuppelungsanteil für Schiffsgetriebe bis zur künstlichen Hüfte werden erstellt und auf dem ganzen Globus vertrieben und eingesetzt und in Servicestationen betreut: eine technische Wunderwelt, Worte, die die Realität dieser Welt kaum erreichen.

Vor der Tür noch ein neu konstruiertes Windrad, das ein Elektroauto mit Strom versorgt. Interessenten durften Probe fahren.

Fast hätte man die gute Beköstigung vergessen.

Dank den Fahrern und vor allem den Gestaltern dieses Tages!

N.K.