Ehepaar-Vierer

Jeder Vierer hat so seine Eigenarten. Ein Bestball ist eigentlich gar kein richtiger Vierer, denn jeder macht so sein Ding. Dann gibt es den Chapman, der immer wieder zu Diskussionen führt, wer denn nun nach zwei Schlägen weiterspielen soll.

Im Mai wegen Corona ausgefallen, fand der traditionelle Ehepaar-Vierer am 18. September dann doch noch statt. Bei Kaiserwetter trafen sich nach noch einer mehr als kurzfristigen Absage gerade einmal 11 Ehepaare, um die Belastbarkeit ihrer Beziehung im Klassischen Vierer zu bestätigen.

Jawohl - klassischer Vierer, die reinste und einfachste Form des Golfspiels mit Partner, wurde wie von den Vorjahressiegern angekündigt, gespielt.

Aber nur beim „klassischen“ Vierer, der korrekt schlicht „Vierer“ heißt, kann man oder frau seinem Mann oder seiner Frau die Gelegenheit geben, den Platz von ganz neuen Seiten kennen zu lernen – Da wird nicht lange taktiert oder diskutiert - es wird einfach streng abwechselnd geschlagen.

Im Falle meiner Herzallerliebsten z.B. den entzückenden kleinen Grünstreifen links vom sechsten Grün, knapp vor’m Hockeyplatz, wo mein Ball in einem kleinen landschaftlichen Idyll trotz mehrerer vorgeschalteten Bäume zur Ruhe gekommen war, was sie mit einem eher gequälten Lächeln tapfer zur Kenntnis nahm.

Auch das Vergnügen, als Mann vom Damentee abzuschlagen oder umgekehrt, kann man häufiger nur im Vierer genießen. Und anders als beim Auswahldrive verliert man auch keine Zeit mit sinnlosen Diskussionen, ob man nun besser den eingebohrten Ball im Bunker oder den, der tot am Baum liegt, weiterspielt.

Punkt 11:00 Uhr traten 11 Ehepaare bei bestem Golfwetter nach einer kurzen Einweisung von dem Vorjahressieger & Ausrichtern Ulrike & Bernd Wensing per Kanonenstart zu diesem zügigen, aber gelegentlich kniffligen Wettspiel an.

Bei der Einweisung der Teilnehmer in den Spielmodus wurde jeder Spieler von den Ausrichtern mit einem Tee-Geschenk in Form von 3 Bällen bedacht:

 

 

Ob gleich damit gespielt wurde, ist nicht überliefert - ob sie geschmeckt haben, ebenfalls nicht - die Bälle waren aus weißer Schokolade gefertigt...

Und dann wurde auch Golf gespielt.

Alle Ehepaare erreichten gemeinsam (!) schon nach 3 ¾ Stunden wieder das Clubhaus und straften Bob Hope Lügen, der meinte, dass Vierer den ersten Abschlag verlassen und man sie danach nicht wiederfindet, bis auf Schnürsenkel und Golftaschen.

Die Ergebnisse waren ordentlich, nur halt ein paar Schläge schlechter, aber das bei allen, weil man einen Vierer ungerupft eher selten absolviert.

Beim Klassischen Vierer sind Ergebnisse von 52 Netto-Punkten, wie zuletzt bei einem Chapman-Vierer angemeldet, allerdings weniger wahrscheinlich als ein 6er im Lotto.

So war man schon mit 30 Punkten in den Preisen, und das tat der Freude keinen Abbruch!

Und was soll man sagen, die alten Sieger waren auch die neuen Sieger, nämlich Ulrike & Dr. Bernd Wensing mit 31 Nettopunkten vor Elke & Arndt Pohle und Bettina & Alexander Streit mit 30 Punkten.

Mit vier Siegen sind die beiden nun auch Rekordhalter bei diesem Traditionsturnier. Brutto scorten Sarina und Bernd Brandau mit 16 Punkten am besten.

Die Sonderpreise heimsten Bernd Brandau (nearest-to-the-pin an der 7) und Bettina und Alexander Streit (longest drive an der 5) ein.

 

  1. Netto: Ulrike & Bernd Wensing
  2. Netto: Elke & Arndt Pohle
  3. Netto: Bettina & Alexander Streit
  1. Brutto: Sarina & Bernd Brandau

 

Sonderpreise:

Longest Drive: Bettina Streit & Alexander Streit

Nearest to the Pin: Bernd Brandau

 

Nach der Siegerehrung luden die Ausrichter zu Kaffee und Kuchen auf der Terrasse ein.

Alle hatten ihren Spaß und niemand die Absicht, sich zu trennen - Fazit:

Klassischer Vierer tut nicht weh!!!

 

 

BW & AS