Derby am Jakobsberg

Ausflug in das schöne Tal der Loreley nach Boppard

Dank zweier Saisonsiege in den Jahren 2015/2016 im Captains-Cup konnte ich (Matthias Spiegel) über zwei großzügige Gutscheine/Arrangements im 4-Sterne Hotel und Golfresort Jakobsberg für jeweils 2 Personen verfügen. Schon früh hatten sich die Clubmeister Matthias Klein, Martin van de Loo und Axel Kerkmann empfohlen...

Dank zweier Saisonsiege in den Jahren 2015/2016 im Captains-Cup konnte ich (Matthias Spiegel) über zwei großzügige Gutscheine/Arrangements im 4-Sterne Hotel und Golfresort Jakobsberg für jeweils 2 Personen verfügen. Schon früh hatten sich die Clubmeister Matthias Klein, Martin van de Loo und Axel Kerkmann empfohlen, mich bei meinem Ausflug in das schöne Tal der Loreley nach Boppard zu begleiten. Das renovierte Klostergut auf dem Weinberg Jakobsberg ließ keine Wünsche offen. Ausgestattet mit einem modern Wellness- und Spa-Bereich inkl. Schwimmbad, diversen Saunen, Erlebnisduschen und einem Außenbereich mit Blick auf das Rheintal  ist es ein Haus zum Wohlfühlen und Entspannen.

Doch für uns vier Sportbegeisterte  stand an diesem Wochenende besonders der Wettkampf auf und neben dem Golfplatz im Vordergrund. So reisten 3 Freunde ( Matthias,  Axel und ich) des großen Fußballvereins Schalke 04 und ein Anhänger der „stets motivierten Lüdenscheider Ballsportfreunde“ am Freitag den 28.10. zuerst zum Golfresort vom Jakobsberg. Der wunderschöne Platz,  direkt am Hotel gelegen, zeichnet  sich durch anspruchsvolle,  aber sehr faire Spielbahnen aus. Das Panorama mit Blick auf das Tal der Loreley bei Boppard auf den Löchern 13-17 ist wohl einzigartig und für uns eine sensationelle Ablenkung vom Derby am Jakobsberg gewesen.

Mit Startzeit um 14.00 Uhr wurde ein Netto-Lochspiel „Jeder gegen Jeden“ im Punktesystem und Viererflight als Spiel-Modus gewählt. So bekommt ein Spieler einen Punkt, wenn er einen der drei Flightpartner an dem jeweiligen Loch nach Vorgabe schlägt. Entsprechend 3 Punkte pro Loch, wenn er ein besseres Netto-Ergebnis als alle Mitspieler spielt. Die Summe der Punkte nach zwei Tagen sollte zeigen, wer an diesem Wochenende das beste Golf gespielt hat. Um dem Modus einen besonderen Reiz zu geben, wurden an den Tagen zwei besondere Löcher ausgewählt, an denen die Spieler Punkte pro Loch verdoppeln können. Hier haben sich die langen Par4 Löcher 6 „Grand Canyon“ und 15 „Mission Impossibel“ angeboten, im Zeichen des Derbys in „Südtribüne“ und „Nordkurve“ umgetauft zu werden. Selbstverständlich durfte auch ein Birdie-Pool nicht fehlen, um besondere Leistungen separat zu würdigen.

Nach schlechtem Start, doch jeweils 6 Punkten an den Sonderlöchern, konnte Matthias mit 26 Punkten gesamt einen deutlichen Tagessieg erzielen und zeigte mit konstanten und oft brillianten Schlägen, dass er verdienter Herren-Clubmeister und somit bester Golfer im ETUF ist. Mit 8 Punkten Vorsprung vor mir und weiteren 2 bzw. 4 Punkten vor Martin und Axel schien der Gesamtsieg ihm kaum noch zu nehmen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Fußballs, mit Erwartung auf das große Derby Dortmund gegen Schalke am Abend. Durch eine Platzsperre wegen eines Turniers  wurden wir gezwungen, den Tag mit einem Spaziergang am Rhein und Altstadt von Boppard, Trainingseinheiten auf der Range und Wellness im Spa-Bereich zu verbringen. Schon zum Frühstück, dekoriert mit S04 bzw. BvB – Schal, haben wir viel über Aufstellung und Taktik der eigenen Mannschaft bzw. des Gegners diskutiert. Ein bisschen angespannt, aber voller Vorfreude auf das Derby, wurden Plätze in erster Reihe im Bereich der Hotelbar vor dem Fernseher reserviert. Ab 18.30 Uhr wurde die sonst ruhige und elegante Lounge von uns in eine Sky-Fußball-Arena verwandelt. Lautstark fieberten wir mit, wie Schalke in der ersten Halbzeit Dortmund in die eigene Hälfte zwang und keinen einzigen Torschuss zuließ. Martin hielt seinen BvB in der zweiten Halbzeit für deutlich stärker, was ich durch meine blau-weiße Brille jedoch so nicht gesehen habe. Mit dem Endergebnis 0:0 waren wir alle sehr zufrieden und starteten gleich mit dem Ausblick auf die finale Golfrunde am Sonntag.

Es sollte ein ganz besonderer Tag für mich und meine Begleiter werden. Der Blick beim Frühstück aus dem Fenster zeigte uns zunächst nicht Gutes. Starker Frühnebel versperrte uns die Sicht auf das Tal der Loreley und wollte einfach nicht verschwinden. Keine 20 Meter Sicht machte Golf zu dieser Zeit unmöglich. Es war unsicher, ob wir hätten um 11.10 Uhr wie geplant aufteen können, denn die Spielleitung des Resorts hatte alle Startzeiten von 8.30 Uhr  um zwei Stunden verschoben. Eine Verschiebung unserer Startzeit wäre für uns unmöglich gewesen und hätte die Stornierung der Golfrunde und die direkte Heimfahrt bedeutet. Doch durch großes Verhandlungsgeschick von Matthias und Axel durften wir als erster Flight diesen traumhaften Tag auf der Anlage beginnen. Mit ca. 30 Zuschauern am ersten Tee, alle seit 8.30 Uhr wartend, endlich abschlagen zu können, war es doppelt herausfordernd für uns, den Ball zu Beginn durch die Nebelwand zu befördern. Besonders Axel war die Anspannung anzusehen, nachdem die ersten Drei von uns den Ball perfekt auf dem Fairway abgelegt hatten. Doch auch Axel zeigte, zu welchen  Leistungen er unter Druck fähig ist und konnte seinen ersten Drive optimal auf dem Par 5 platzieren. Direkt nach diesen Abschlägen verzog der Nebel in wenigen Minuten und bot uns eine Kulisse auf das Golfgelände, die kaum zu beschreiben ist. Die Sonnenstrahlen malten quasi den Golfplatz in den weißen Nebelschleier hinein und öffneten uns so den Vorhang zu einem traumhaften Golftag und sportlichen Höchstleistungen.

Dieses Naturschauspiel in Kombination mit der Harmonie im Flight haben mich wohl so beflügelt, dass ich erstmals in meinem Leben 6 Birdies in einer Golfrunde spielen konnte. Entsprechend war mir der Tagessieg, die Gesamtwertung und auch der Birdie-Pool nicht zu nehmen. So ging dieses wunderbare und unvergessliche Wochenende mit einem letzten Getränk vor Abfahrt auf der Terrasse bei strahlendem Sonnenschein besonders für mich sehr schön zu Ende. Doch ich glaube sagen zu können, es hat sich für uns alle wie ein Derbysieg am Jakobsberg angefühlt.

Vielen Dank für dieses super Wochenende an Matthias, Martin und Axel.

Gerne wieder!

 

Matthias Spiegel