BMW-Damen-Stadtmeisterschaft 2007 am 19.06.07

Für alle Golferinnen das Jahres-Highlight schlechthin. Alle Damen, die in einem Essener Golfclub Mitglied sind und alle Damen, die in Essen ihren Erst-Wohnsitz habe…

Für alle Golferinnen das Jahres-Highlight schlechthin. Alle Damen, die in einem Essener Golfclub Mitglied sind und alle Damen, die in Essen ihren Erst-Wohnsitz haben und in einem Golfclub außerhalb Essens Mitglied sind, dürfen teilnehmen. Der bayerische Motoren-Hersteller BMW hat bereits seit über 10 Jahren die Patenschaft für dieses Event übernommen. Und sie gehen gekonnt und mit Akribie an die Aufgabe heran. Feine Fortbewegungsmittel für fast jeden Geldbeutel hatte man vor unserem Putting-Green platziert. Auch die Trikoloren, die im lauen Sommerwind scheinbar gelangweilt ihrer Aufgabe nachkamen, brachten ein Ambiente, das sonst eher für richtige Großveranstaltungen wie Masters etc. taugt. Doch für unsere Damen ist uns nichts gut genug. Wie auch unsere ca. 80 Golferinnen am gelungenen Gesamtbild nicht unschuldig waren. Man trug die neuesten Kollektionen und zeigte, was zeigenswert war. Und das war allerhand. Die wenigen Männer auf der Anlage, die in die technische Abwicklung des Turniers involviert waren, hatten Bescherung. Klasse hatte sich versammelt. Das Beste, was Essens Golf-Szene weiblichen Geschlechts zu bieten hat, war erschienen. Es ging schließlich um alles; es ging um den Titel. Da hatte Heidhausen schweres Geschütz, geballte Golf-Kompetenz aufgefahren. Mit Anna Gruel, Jutta Hotze, Sibylle Rumstadt und Marita Oellig teeten gleich vier „Einstellige“ auf. Wir setzten unsere Hoffnungen natürlich auf Inga Stollmann. Sie, die schon mehrfach den Titel in den ETUF holte, sollte ganz vorne dabei sein. Aber auch Annegret Niemietz, auf allen Golfplätzen Zuhause und zigfach mit hohen Ehren ausgezeichnet, könnte jederzeit das Feld auf die Plätze verweisen. Nach 9 Löchern sah man eine nachdenkliche Inga Stollmann. 8 Schläge über Platzstandard waren nicht dazu angetan, euphorisch die back-nine anzugehen. Die Körpersprache von Jutta Hotze dagegen ließ vermuten, dass noch alles im grünen Bereich war. Erfreulich der Zwischenstand bei Gabriele Ruppel. Sie hielt, was andere versprochen hatten. Ehemann Jürgen, zuständig für einen gepflegten Golfplatz in Heidhausen, hatte es bereits beim BMW-Cup in Heidhausen in der letzten Woche anklingen lassen: „Bei meiner Gaby, da geht was.“ Jetzt wusste man, was er gemeint hatte. Und in der Tat war es Gaby Ruppel, die mit Ruhe und Routine Loch für Loch gut scorte. Am Ende waren es 74 Schläge, die sie an die Spitze des Feldes brachten. Jutta Hotze mit 75 Schlägen verwies sie auf den 2. Rang. Was war los mit Inga Stollmann? Mit 77 Schlägen belegte sie den 3. Platz. Wenn Inga Stollmann mit sich selbst nicht zufrieden war, kann der Chronist das sehr gut nachempfinden. Sie kann es ganz sicher besser. Doch ein dritter Platz bei den Stadtmeisterschaften ist nicht geeignet, dass man sich auch nur einem Hauch von Traurigkeit hingibt. Es muss immer ein großes Gefühl sein, ganz vorne mitgespielt zu haben. Gewinnen kann immer nur eine Person. Das ist ebenso simpel wie wahr. Stadtmeisterin 2007 Gabriele Ruppel (Heidhausen) mit 74 Schlägen Vize-Stadtmeisterin Jutta Hotze (Heidhausen) mit 75 Schlägen 3. Platz Inga Stollmann (ETUF) mit 77 Schlägen Erwähnenswert ist noch, dass Gabriele Ruppel ihr Handicap gleich um 4 Schläge unterspielte und damit auch das beste Netto-Ergebnis erzielte. Eva Schumann (Heidhausen) blieb ebenso wie Ellen Diekmann (Gelsenkirchen) einen Schlag unter ihrem Handicap. HaWi