Herren Mannschaftsfahrt nach St. Leon-Rot
Trainingsauftakt am Ort der Sieger
Die von Dietmar Hopp gegründete Anlage gilt als eine der führenden Adressen Europas, ist Heimat des mehrfachen Deutschen Mannschaftsmeisters und beherbergt zwei Meisterschaftsplätze, die schon Tiger Woods bespielt hat. Wir hatten weniger den Anspruch, mit den Bundesligsten vor Ort mitzuhalten, aber wer schon einmal an einem solchen Ort spielt, hofft insgeheim doch, ein wenig vom Mojo des Hauses mitzunehmen.
Der sportliche Teil begann direkt nach Ankunft am Freitag mit einer Einspielrunde ab 14 Uhr. Gespielt wurde an allen drei Tagen in wechselnden Flights, sodass jeder im Verlauf der Fahrt mit unterschiedlichen Partnern auf die Runde gehen konnte – eine Konstellation, die für Mannschaftsfahrten ihren ganz eigenen Reiz hat. Gewertet wurde sowohl Brutto als auch Netto, dabei zählten die besten zwei von drei Runden. Insgesamt standen zwei Runden auf dem Platz „St. Leon" sowie eine Runde auf dem Platz „Rot" auf dem Programm – zwei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten und entsprechend abwechslungsreiche Herausforderungen boten. In der Bruttowertung setzte sich am Ende (wenig überraschend) der Trainer Niklas Voss durch.
Am Samstag und Sonntag begannen die Runden jeweils um 9 Uhr morgens, wodurch nach der Runde reichlich Zeit blieb, die großzügigen Trainingsanlagen ausgiebig zu nutzen – vom 400-Meter-Range bis zum „Wedge-o-Drome" zeigt St. Leon-Rot, was Trainingsinfrastruktur auf höchstem Niveau bedeutet.
Mindestens ebenso wichtig wie der sportliche Wettkampf war das Miteinander. Der erste Abend klang bei einem entspannten asiatischen Essen aus. Das eigentliche Highlight des Wochenendes folgte dann am Samstag: Nach einem intensiven Golftag traf sich die Mannschaft zum gemeinsamen Abendessen, bei dem nebenbei der Moving Day des Masters in Augusta verfolgt wurde – Begeisterung, Kommentar und Fachgespräche inklusive.
Die Mannschaftsfahrt nach St. Leon-Rot war ein gelungener Auftakt in die Saison: sportlich anspruchsvoll, organisatorisch rund und vor allem in jeder Hinsicht ein gemeinschaftliches Erlebnis. Vielleicht hat sich ja doch ein wenig vom Mojo der Hausherren auf uns übertragen – die Saison wird es zeigen.